Analyse vor Aktion
Verstehen, bevor man verändert
Jedes Projekt begann mit einer gründlichen Bestandsaufnahme. Welche Seiten werden mobil aufgerufen? Wo brechen Besucher ab? Welche Suchbegriffe führen zu mobilen Klicks?
Tools wie Google Search Console und PageSpeed Insights lieferten Rohdaten. Aber die eigentliche Arbeit bestand darin, diese Zahlen im Kontext des jeweiligen Geschäftsmodells zu interpretieren.
Typische Erkenntnisse
Oft stellte sich heraus, dass technische Probleme nur die Oberfläche waren. Dahinter lagen strukturelle Fragen: Ist die Informationsarchitektur für mobile Nutzung geeignet? Passen die Inhalte zur Suchintention mobiler Nutzer?
Ein Kunde war überrascht, dass 70% seiner mobilen Besucher nach Öffnungszeiten suchten – eine Information, die auf der Desktop-Seite im Footer versteckt war.
Technische Basis schaffen
Performance als Grundlage
Ohne schnelle Ladezeiten funktioniert mobile SEO nicht. Bilder wurden komprimiert, unnötige Scripts entfernt, kritisches CSS inline eingebunden. Das klingt technisch, hatte aber direkte Auswirkungen auf Rankings.
Responsive Design wurde geprüft – nicht nur mit Entwicklertools, sondern auf echten Geräten. Manche Layout-Probleme zeigen sich erst auf einem älteren Android-Smartphone mit kleinem Bildschirm.
Mobile-First-Indexierung berücksichtigen
Google crawlt primär die mobile Version. Das bedeutet: Was auf dem Smartphone nicht sichtbar ist, existiert für die Suchmaschine kaum. Ausklappbare Bereiche wurden so gestaltet, dass ihr Inhalt trotzdem indexiert wird.
Content für Unterwegs
Schnell auf den Punkt kommen
Mobile Nutzer haben andere Erwartungen als Desktop-Besucher. Sie wollen Antworten, keine ausführlichen Abhandlungen. Texte wurden umstrukturiert: Wichtiges zuerst, Details später.
Absätze wurden kürzer, Zwischenüberschriften häufiger gesetzt. Listen und Aufzählungen erleichterten das Scannen. Das verbesserte nicht nur die Nutzererfahrung, sondern auch die Chancen auf Featured Snippets.
Lokale Relevanz
Bei standortbezogenen Geschäften wurde der lokale Bezug verstärkt. Nicht durch plumpe Keyword-Wiederholungen, sondern durch konkrete Informationen: Anfahrtsbeschreibungen, Parkplatzhinweise, regionale Besonderheiten.
Eine Bäckerei in Gescher erwähnte beiläufig ihre Nähe zum Wochenmarkt – und tauchte plötzlich in Suchanfragen nach "Frühstück nach Markteinkauf" auf.
Kontinuierliche Anpassung
Optimierung ist kein Endzustand
Nach der initialen Optimierung kam die Phase des Monitorings. Monatliche Reports zeigten, welche Änderungen wirkten und wo Nachbesserungen nötig waren.
Manche Hypothesen bestätigten sich nicht. Eine aufwendig gestaltete FAQ-Seite brachte weniger Traffic als erwartet. Dafür performte ein simpler Blog-Artikel zu einem Nischenthema unerwartet gut.
Langfristige Perspektive
Mobile SEO ist keine Kampagne mit Ablaufdatum. Suchmaschinen-Algorithmen ändern sich, Nutzerverhalten entwickelt sich weiter. Was heute funktioniert, kann in sechs Monaten angepasst werden müssen.